Ski

TV. Gut Heil Billstedt von 1898 e.V.

Start

100 Jahre GHB

Ski : Extra Angebote

 


NordicWalking

In der Skiabteilung gibt es seit Mai 2004 eine "Nordic-Walking-Gruppe"

Zertifikat gross Und was soll dieses Zertifikat?
Ich stehe zu diesem Mega-Trend und will die idealen Wohlfühlaspekte des Skilanglaufs, das optimale Herz-, Kreislauf- Muskeltraining, das Entspannen vom Alltag, das Aufladen neuer Energien, das gezielte Fettverbrennen, die Verbesserung der Ausdauer und Atmung, die Kräftigung des gesamten Oberkörpers, die Freiheit in der Natur meinen Mitstreitern näher bringen (in jedem Werbeprospekt würde jetzt stehen: und Vieles mehr).
Jogging und Walking trainieren die Ausdauer, das Gerätetraining im Fitness-Studio oder die Bauch-Beine-Po-Kurse die Muskeln. Nordic Walking kann beides. Es gibt kaum eine andere Bewegungsart die dieses Ganzkörper-Durchwalken bieten kann.
Aber: Richtig muß man es ausüben - und das will ich weitergeben.
Bernhard Schnepf



Bestehender Nordic Walking Gruppen-Treff mit Bernhard Schnepf

Sommerzeit: (Ende März bis Ende Oktober - Uhrenumstellung)
Jeden Montag - aktiv um 9.00 Uhr
Jeden Mittwoch - gesund um 9.00 Uhr
Jeden Freitag - mobil um 9.00 Uhr

Winterzeit: (Ende Oktober bis Ende März - Uhrenumstellung)
Jeden Montag - aktiv um 10.00 Uhr
Jeden Mittwoch - gesund um 10.00 Uhr
Jeden Freitag - mobil um 10.00 Uhr

Treffpunkt ist immer der Parkplatz des Sportparks Hamburg-Öjendorf
Willkommen sind Personen mit Vorkenntnissen, die in der Gruppe unter Anleitung ihre Technik und Gesundheit stetig verbessern wollen.


Und was passiert sonst?

Verschiedene Kursangebote während des Jahres, z.B.:
Infos auch in unserer Vereinszeitung oder GHB-Geschäftsstelle.
Auskunft für Nordic Walking:

Bernhard Schnepf, Tel.: 739 49 28 - Mail: ski@ghb-hamburg.de

Wissenswertes über NordicWalking

Eine Betrachtung aus mehreren Artikeln in medizinischen und sportlichen Fachpressen von B.S.

Der aktive Bewegungsapparat: Es werden beim Nordic Walking die großen Muskelgruppen der oberen und unteren Extremitäten sowie die des Rumpfes angesprochen. Die Trainingseffekte sind dadurch viel weitreichender als etwa beim joggen. Ein großer Vorteil liegt darin, dass die Belastung sehr individuell zu steuern ist. Der Oberkörper wird durch den Stockeinsatz zusätzlich stabilisiert, die Arme unterstützen wirksam die Vorwärtsbewegung. Die dynamische Armbewegung und der aktive Beinabstoß beschleunigen das Bewegungstempo.

Der passive Bewegungsapparat: Beim joggen lastet im Schnitt das Fünffache des Körpergewichts auf den Gelenken. Durch den Stockeinsatz und den schonenden Fersenaufsatz beim Nordic Walking wird demgegenüber eine erhebliche Entlastung erreicht. Ein Teil des Gesamtgewichtes liegt in dieser Bewegung auf den Armen. Es gelangt so erheblich weniger Druck auf die Knie- und Sprunggelenke sowie auf die Hüfte und die Bandscheiben. Dieser Vorteil kommt Spitzensportlern genauso zu Gute wie Freizeitsportlern mit Überlastungsproblemen.

Das Herz-Kreislauf-System: Bei empfohlenen Pulsbereichen von 120 bis 150 Schlägen pro Minute wirkt die Belastung bei gesunden Menschen positiv auf den Herzmuskel und das Gefäßsystem. In der Lunge wird ein erhöhter Sauerstoffumsatz erzielt und die Ausdauerleistungsfähigkeit stabilisiert.

Durch einen kräftigeren Einsatz der Arm- und Oberkörpermuskulatur kann das Walkingtempo erhöht werden. Variiert wird das Training (wie beim Skilanglauf) durch schnelle Trippelschritte, grosse, ausladende Schritte oder parallelen Stockeinsatz. Wenn der Arm nach hinten schwingt, öffnen Geübte für einen kurzen Moment die Hand. Das ist die «Venenpumpe», die den Kreislauf noch einmal zusätzlich beschleunigt.

Die Vorteile sind vielfältig: Das Wohlbefinden steigt, die Sportler regenerieren schneller, sie bauen aktiv Stress ab und verschaffen sich positive Sinneserlebnisse.

Die Technik: Die Intensität beim Nordic Walking lässt sich individuell über das Tempo und über den eher aktiven oder passiven Stockeinsatz steuern. Nordic Walking Stöcke mit ihrem speziellen Schlaufensystem ermöglichen das dynamische Wechselspiel von Anspannung und Entspannung der Arm- und Rumpfmuskulatur. Gegenüber dem Skilanglauf kommen beim Nordic Walking kürzere Stöcke zum Einsatz. Der senkrecht aufgesetzte Stock hat die richtige Länge, wenn der Ellenbogen einen 90-Grad-Winkel zum Oberarm einnimmt.

Der Stock wird in der Diagonaltechnik - also linkes Bein und rechter Arm vorne - in Höhe der Ferse aufgesetzt. In der Druckphase ist die Hand geschlossen. Das Hauptgewicht liegt auf der Schlaufe. Während der Schubphase öffnet sich die Hand. Der Druck bleibt weiter in der Schlaufe. Am Ende des Schubes ist die Stockspitze auf dem Boden und die Hand komplett geöffnet. In der Schwungphase wird der Arm am Körper vorbei nach vorne geführt. Die Armmuskulatur ist nun weitgehend entspannt. Am Ende fasst die Hand wieder zu und leitet erneut die Druckphase ein.

Auch die Beinbewegung ist in drei Phasen gegliedert: Das Aufsetzen der Ferse, das Abrollen über den ganzen Fuß und den kräftigen Abdruck vom Ballen.

Bei einer angespannten Bauch- und Gesäßmuskulatur wird das Becken Richtung Wirbelsäule geschoben. Durch die damit verbundene aufrechte Haltung verringert sich der Druck auf die Bandscheiben. Wenn dies in der Bewegung umgesetzt wird, ergeben sich weitere positive Trainingseffekte. Die korrekte Bewegung lässt sich am besten unter fachkundiger Anleitung erlernen.

Das Training: Die besondere Faszination des Nordic Walking liegt in der großen Variabilität der Trainingsmöglichkeiten. Die Intensität und der Umfang lassen sich individuell nach Alter und Leistungsstand steuern. Über das Schritt-Tempo und den Armeinsatz werden die Belastungen reguliert. Im Flachen lässt sich vorrangig die Ausdauer trainieren. je steiler das Gelände, desto mehr Kraftausdauerleistung wird gefragt. Bergab erhöht sich naturgemäß das Tempo. Die Stöcke entlasten dabei die Beinmuskulatur und die Gelenke. Sie werden je nach Steilheit nicht mehr nur diagonal, sondern zur Abstützung auch parallel nach vorne eingesetzt. Wegen der Bewegungsvielfalt kommen beim Nordic Walking Neu- und Späteinsteiger genauso auf ihre Kosten wie »Experten«, die nach neuen Trainingsreizen suchen.

Hierzu ein interessanter Hinweis, Nordic Walking ist für die Ski-Springer wegen der Gelenkentlastung eine geradezu ideale Trainingsform. Nachdem alle großen Muskelgruppen angesprochen werden, wird die - gerade für die Flugphase wichtige - Ganzkörperstabilisation erhöht. Ziel ist es, dabei nicht den Muskelfaser-Querschnitt zu vergrößern, sondern die Muskelfaserqualität zu verbessern. In das Training eingebaute Serien von bis zu zehn Schrittsprüngen mit Stockeinsatz und maximalem Beinabstoß erhöhen zudem die Schnellkraftfähigkeiten, ohne die Muskulatur durch Laktat zu übersäuern.

Trainingsmethodisch passt also Nordic Walking als Baustein hervorragend auch in ein Spitzensportumfeld.

Bernhard Schnepf


© 2011 by GHB
WebAdmin-Kontakt